Nachdem wir die letzten Wochen krampfhaft nach Mädchennamen geforscht haben, scheint der Fratz sich doch als Junge (Pepe?!) zu entpuppen. Seit gut einer Woche kann ich ihn nun auch regelmäßig spüren. Es ist schwierig zu beschreiben, wie sich dies anfühlt, aber es rumpelt und pumpelt in einem drin, ich merke, dass sich dort ab und zu irgendwas bewegt.
Sonntag, 16. Juli 2006
Sonntag, 4. Juni 2006
Nix mit Ewald - Pünktchen ist unterwegs
Am Dienstag waren wir zur nächsten Untersuchung. Das war schon toll, mal wieder zu sehen, was unser kleiner Nachwuchs so alles treibt und wieviel er schon wieder gewachsen ist. Kopf, Knochen, Hände, Füße, Zehen, alles war gut zu sehen und der kleine Fratz hat sich viel bewegt. Von der Entwicklung her ist alles im Normbereich, was man ja auch immer wieder gerne hört. Wir machen uns immer so viele Sorgen, aber das geht wohl allen so.
Besonders spannend war natürlich die “Suche” nach dem Geschlecht. Und siehe da: Ewald scheint kein Junge zu sein. Der Arzt wollte sich zwar noch nicht festlegen, aber es sah schon ziemlich nach einem Mädchen aus.
Das war für uns beide seltsamerweise ganz überraschend. Zwar wussten wir natürlich vorher überhaupt nicht, was uns denn erwartet (oder was wir erwarten), aber der Arbeitstitel Ewald hat uns wohl unbewusst auf Junge getrimmt.
Voller Vorfreude auf eine kleine Tochter mussten wir ja nun einen neuen Arbeitstitel suchen, da “Ewald” nicht mehr so richtig passt für unser kleines Baby.
Inzwischen ist dem aber abgeholfen. Da uns nichts nettes einfiel, dass Ewald ähnelt, sind wir über die Abkürzung “E.” zu “e-punkt” und dann ganz schnell zu “Pünktchen” gekommen. Das ist ein netter Name, der uns gefällt und für den Rest der Schwangerschaft oder zumindest, bis wir uns auf einen endgültigen Namen festlegen, gut passen wird.
Falls sich wider Erwarten doch noch männliche Geschlechtsteile bei Pünktchen zeigen sollten, so müssen wir auch nicht wieder zurückschwenken. Ist doch ganz praktisch.
Samstag, 27. Mai 2006
Noch was zum Namen...
Alex schwankt mittlerweile bei Pepe, ist ihm wohl zu außergewöhnlich. Ich finde ihn eigentlich nach wie vor gut, aber ansonsten hätten wir vielleicht noch Noah im Angebot. Ich meinte, wir könnten ja vor Pepe einen kurzen Namen dazu setzten, so etwas Gewöhnliches wie Jan, falls dem Fratz Pepe auch nicht gefällt, fand dann aber Alex Gegenvorschlag, da er Jan überhaupt nicht mag für Don Pepe doch etwas abwegig. Sollte wohl auch nur ein Scherz sein. Sollte es ein Mädchen werden, fände ich Jasmin als Zweitnamen gar nicht so schlecht. Emma Jasmin, klingt doch ganz nett, oder? Alex gefällt der Name besser, wenn er mit Y geschreiben wird, also Emma Yasmin. Bin gespannt, wo wir am Ende landen mit der Namensfindung.
19. SSW
So, die Halsschmerzen sind leider doch zu einer fiesen Erkältung geworden und die Kopfschmerzen sind auch immer noch da. Lag die letzte Woche krank im Bett und mir ging es gar nicht gut. So langsam scheint sich die Erkältung aber nun doch zu verabschieden, nur die Kopfschmerzen sind nach wie vor geblieben. Letzte Woche war es so schlimm, dass ich leider drei bis vier Mal zur Paracetamol greifen musste. Ewald oder Ewaldine sind hoffentlich trotzdem gut in die 19. Schwangerschaftswoche gekommmen. Am Dienstag werde ich es vielleicht etwas genauer wissen. Vielleicht weiß Herr Buckermann auch, ob das normal ist oder hat Tipps gegen die Kopfschmerzen. Ansonsten setze ich alles auf den ebenfalls am Dienstag beginnenden Schwangerschafts-Yoga-Kurs, zu dem ich mich angemeldet habe. Vielleicht bringt dieser ja Linderung. Man darf gespannt sein …
Sonntag, 21. Mai 2006
Seit gut zwei Wochen Kopfschmerzen
Nachdem die ersten Schwangerschaftsmonate mehr oder weniger völlig beschwerdefrei waren, habe ich nun seit gut zwei Wochen so eine Art Dauerkopfschmerz, mal stärker und mal weniger stark. Keine Ahnung, woran das liegen könnte. Vielleicht Verspannungen oder der Stress im Büro oder eben einfach nur die Schwangerschaft, die mittlerweile auch gewichtstechnisch problematischer wird. Ich habe heute das erste Mal die 80 kg überschritten (also bereits 6 kg Zunahme) und merke, dass die Klamotten enger und die Bewegungen beschwerlicher werden. Außerdem habe ich seit heute auch noch leichte Halsschmerzen, hoffe, dass sie wieder weg gehen und nicht auch noch eine Erkältung dazu kommt.
Aber ich will hier nicht nur jammern, eine gute Nachricht habe ich heute auch noch bzw. habe ich diese schon am 8. Mai bekommen. Das Wahrscheinlichkeitsrisiko für eine Trisomie 21 ist aufgrund der Nackenfaltenmessung und der Blutergebnisse für mein Alter von 243:1 auf 526:1 gesunken. Ich weiß, es ist lediglich ein doofer Wahrscheinlichkeitswert, trotzdem war ich sehr aufgeregt am Telefon als ich die Testergebnisse endlich erfahren habe. Da das Labor zunächst die Berechnung anhand der letzten Periode vorgenommen hatte, mussten sie alles noch einmal neu berechnen, da sie den Tag der Entbindung zugrunde legen sollten.
Ich hoffe, dass die Kopfschmerzen irgendwann auch mal wieder weg gehen und freue mich auf die ersten spürbaren Bewegungen des Fratzes.
Außerdem ist mir neulich auch ein schöner Mädchenname begegnet, “Lia”. Alex mag ihn allerdings nicht so, so dass es wohl bei Emma oder Anna bleiben könnte. Bin gespannt, ob der Nachwuchs sein Geschlecht am 30.05.2006 preisgibt.
Bis bald…(gibt gleich etwas Leckeres vom Grill für Ewald und mich)…
Montag, 1. Mai 2006
Neue Bilder vom Fratz
Jetzt hat Ewalds Mama
ja einen richtigen Schreib-Drang ausgelebt. Da will Papa nicht nachstehen und liefert zumindest mal die neuesten Fotos vom kleinen Kerlchen nach. Die sind ja immerhin schon eine Woche alt. Inzwischen wird es für Ewald langsam eng. Das kann man auch gut auf dem Foto sehen. Auf den bisherigen hatte er immer noch eine Menge Platz, aber jetzt sieht er schon etwas gequetscht aus. Tja, da muss er sich wohl dran gewöhnen, wird sicherlich nicht besser.
Ewalds Opa Frank hat immer Probleme, den kleinen Enkel auf den Fotos genau zu lokalisieren. Deshalb
hat Papa ihm eine kleine Hilfe gebastelt, um zu zeigen, wo Ewalds Kopf, Herz, Arme und Beine zu sehen sind. Übers Netz kann man ja nicht einfach drauf zeigen, wie bei Leuten, denen man das Foto persönlich zeigt. Die kleine Hilfe (oder Legende) soll auch hier mal gezeigt werden:
Sonntag, 30. April 2006
Unser Ewald heißt jetzt Pepe
Nackenfalte
Erinnerung
Gestern hat mir Marion (Ewalds Oma) die Zeitschrift Ökotest zum Thema Kleinkinder vorbeigebracht, die sie bei Dieter Hanke (unser Lottomann) gesehen hatte. Ich meinte erst, ob das nicht ein bisschen früh sei, aber sei hatte Recht, dass auch schon für uns viel Interessantes dabei ist.
Mittlerweile hat man doch schon einiges über Schwangerschaft und Geburt gelesen. Und geade als ich den Artikel über die pränatale Diagnostik angefing und dort beschieben wurde, wie man das erste Mal von seiner Schwangerschaft durch Ultraschall überzeugt wird, da kam die Erinnerung zurück. Ich kann dieses Gefühl kaum beschreiben, aber um so wichtiger ist es mir, es hier nun festzuhalten.
Meine Regel war drei Wochen überfällig. Ich dachte zunächst, dass es sicherlich am erhöhten Prolaktin liegt, auch wenn es einige andere Anzeichen gab, die mich irritierten. Ich trank beispielsweise keinen Kaffee mehr oder nur sehr wenig, obwohl ich zuvor eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin war, war ständig müde (am Wochenende habe ich nur geschlafen) und hatte noch mehr Appetit als sowieso schon, noch dazu auf Salziges und Deftiges. Dazu kam, dass der Versuch mit dem Weight Watchers System ein paar Kilo abzunehmen kläglich scheiterte und ich plötzlich auch noch zwei Kilo mehr wog und meine Hosen überhaupt nicht mehr passten.
Schließlich machte ich dann, nachdem ich einige Male an der Apotheke vorbeiging ohne den Mut zu haben, mir einen Test zu holen, doch einen Schwangeschaftstest. Meine Kollegin Birgitt überredete mich ihn zu holen bzw. tat so als sei er für sie. Ich hätte nie gedacht, dass mir das peinlich sein könnte, aber aus irgendeinem Grund war es so. Am Wochenende machte ich den Test und er war tatsächlich positiv. Aber auch dies überzeugte uns nicht und Alex meinte auch, vielleicht funktioniert so ein Test ja bei mir gar nicht. Letzlich musste also doch der 5 Tage später vereinbarte Termin beim Frauenarzt Aufschluss geben.
Es war Donnerstagmorgen, der 09. März. Ich weiß noch wie ich selbst zu mir sagte, entweder bin ich doch schwanger oder ich muss dringend abnehmen, so geht das mit meinem Gewicht nicht weiter. Mein Frauenarzt winkte erst ab und meinte auch gleich, dass wir erst mal schauen sollten. Etwa einen Monat zuvor sprachen wir noch über das Thema Schwangerschaft, dass ich ja mit 35 schon recht alt sei, aber noch im Beamtenverhältnis auf Probe sei und mein Freund noch im Referendariat, allerdings auch nicht wüsste, ob es wegen des Prolaktinspiegels dann überhaupt klappen würde, wenn wir uns dann schließlich dafür entscheiden würden. Er sagte damals, dass ich so alt nun auch noch nicht wäre und Frauen immer dieses latente Gefühl hätten, schwanger werden zu müssen, weil die Uhr sonst abgelaufen sei, aber es heute eigentlich nicht ungewöhnlich sei, auch später noch Kinder zu bekommen. Wegen meines Hormonspiegels könne ich ja einmal schauen, ob ich überhaupt einen Eisprung hätte. An drei Tagen hintereinander müsse die Temperatur um ein halbes Grad erhöht sein. Ich fand dies damals sehr beruhigend, zumal ich früher mal einen Gynäkologen hatte, der mich seit meinem 25. Lebensjahr fragte, wann ich denn endlich schwanger werden würde.
Aber zurück zu dem Termin am 9. März. Wie gesagt, mein Frauenarzt wiegelte erst ab bis ich von dem gemachten Schwangerschaftstest erzählte. Da fing er an zu stutzen und meinte, dass diese Tests sehr zuverlässig seien und auch auf HCG überprüfen würden, ein völlig anders Hormon. Schließlich ging es zum Ultraschall. Und jetzt komme ich zu dem, was ich eigentlich die ganze Zeit schon sagen wollte. Es war überwältigend und unreal zugleich, als Herr Carsten Buckermann sagte: “Sie sind aber ziemlich schwanger.” Man konnte das Herz schon richtig schlagen sehen. Ich war in der siebten Schwangeschaftswoche und Ewald, der seit gestern übrigens Pepe heißt, war ca. 5 Wochen alt. Dieser kleine Zellhaufen mit diesem so großen schlagenden Herz war ein Anblick, den ich nie vergessen möchte. Ich weiß, dass ich die ganze Zeit irgendwie lachen musste. Obwohl es sicherlich nicht der günstigste Augenblick war schwanger zu werden, habe ich mich total gefreut. Es war so schön und unreal zugleich, ich schwanger. Mein Arzt sagte dann noch, der richtige Zeitpunkt sei eigentlich nie und bei ihm wäre es auch so gewesen, als er seinen Sohn bekommen hätte, aber es sei doch schön, wenn man ohne den Druck zu haben, jetzt muss es klappen, plötzlich schwanger ist. Und jetzt freue ich mich einfach nur. Ich will diese Erinnerung festhalten, diese Erinnerung als ich Ewald das erste mal gesehen habe und diese Gefühle, die man noch nicht richtig einordnen kann, aber die einen mit einem Lächeln durch die Straßen gehen lassen und mich immer noch glücklich machen. Alex hat sich natürlich auch riesig gefreut und auch das ist toll, wenn man einen Partner an der Seite hat, der sich mindestens genauso doll freut, wenn nicht sogar noch mehr. Am Anfang sollten wir von Ewald nichts sagen wegen des Fehlgeburtenrisikos, aber das haben wir natürlich nicht geschafft. Und jetzt ist der oder die Kleine schon in der 15. Woche. Ich kann es kaum erwarten bis ich die ersten Tritte spüre und erfahre, was es wird und hoffe, dass weiter alles so gut verläuft. Und vielleicht hilft einem ja die Erinnerung an diesen ersten Moment, als ich ihn oder sie gesehen habe, wenn man mal traurig ist. Ich weiß jetzt, dass es viele andere Dinge, über die man sich im Leben ärgert, nicht so wichtig sind, wie dieser kleine Zellhaufen mit seinem großen starken Herz.
Donnerstag, 20. April 2006
Papa braucht Ablenkung
In freudiger Erwartung auf neues von Ewald sitzt Papa vor dem Rechner und versucht, Struktur in seine Gedanken zu bringen. In der nächsten Woche wird sein zweiter besonderer Unterrichtsbesuch stattfinden und vorher hat er noch zwei normale Besuche, einen davon morgen!
Da die Kreativität nicht besonders sprüht, denkt er lieber an Ewald und freut sich drauf, mal wieder Neues von ihm zu hören. Leider kann er ja am Montag nicht wieder dabei sein, wenn es wieder Bilder von Ewald gibt.
Mama freut sich auch schon drauf, denn obwohl es Ewald gut zu gehen scheint, schließlich hat er immer Hunger und schläft viel, spürt sie ja noch nichts vom Nachwuchs und fragt sich manchmal, ob der kleine Fratz denn noch da ist. Spätestens auf der Waage erübrigt sich dann allerdings die Frage.
Papa freut sich dann und streichelt über Ewalds “rundes Haus”.
Donnerstag, 13. April 2006
Es geht voran
Also bei der 2. Untersuchung am 23. März sah Ewald schon richtig klasse aus:
Und nur 10 Tage später sollte die 3. Untersuchung folgen. Diesmal in den Ferien, so konnte endlich auch mal der Papa den kleinen Fratz in Aktion sehen.
Das war dann auch wirklich spannend. Es gab wachsende Kieferknochen zu sehen, Arme und Beine, Nabelschnur und der Fötus hat sich ordentlich bewegt. Ein kleiner Zappler offensichtlich.
Der Doktor meinte jedenfalls, dass Ewald gut aussieht und alles so ist, wie es wohl sein sollte. Der Geburtstermin wurde auf den 27. Oktober festgelegt. (Naja, vorhergesagt ist wohl das passendere Wort).

Auch hier gab es wieder ein schönes Foto, das aber leider, und das kann nun auch der
Papa mit Fug und Recht behaupten, nicht wiedergeben kann, was mal live auf dem
Ultraschallgerät sehen kann.
Zwei Tage später sind wir dann alle drei für ein paar Tage nach Stockholm geflogen, um zu entspannen. Wir waren etwas ängstlich, weil wir nicht wirklich wussten, ob Ewald gerne fliegt. Auf jeden Fall haben wir uns alle drei gut gefühlt in Schweden und Ewald hatte einen mächtigen Appetit.
Jetzt sind wir wieder in Hannover und Papa muss viel arbeiten. Allerdings kommt er nicht gut voran, weswegen zwischendurch mal ein kurzer Eintrag in Ewalds Tagebuch Abwechslung verschaffen soll.
Hoffentlich fließen dann bald wieder die kreativen Gedanken.
Vielleicht schreibt ja auch Mama mal wieder was. Sie hat ja auch noch bis nach Ostern Urlaub.
Noch ein Foto aus Stockholm (Ewald ist hier leider nicht im Bild):

Freitag, 17. März 2006
Ewalds Mama
Halbzeit zur 2. Untersuchung
Freitag, 10. März 2006
First contact
Gestern haben wir erfahren, dass Ewald auf dem Weg ist.
Er ist noch sehr klein, aber sein Herz schlägt schon.
Eigentlich wird er (oder sie) nicht wirklich Ewald heißen, aber der Name ist irgendwie zum Arbeitstitel des Projektes Kleinfamilie geworden.
Wir freuen uns jetzt schon seit 2 Tagen über Ewald und hoffen, dass es ihm weiterhin gut geht und er fleißig wächst und gedeiht. Genug zu essen müsste er jedenfalls bekommen.
Wir haben schon einer Menge Leuten von Ewald erzählt, auch wenn man am Anfang den Ball noch flach halten soll. Aber wir freuen uns einfach so und möchten unsere Freude gerne teilen. Und alle, die bisher unser kleines Geheimnis erfahren haben, sind auch durch die Bank weg total ausgeflippt und freuen sich mit uns.

