Schon zum zweiten Mal musste Papa nachts die schreiende Maya beruhigen, die ihn durchs ganze Haus auf seinem Sofa-Exil geweckt hatte. Kuriose Randnotiz: beide Male lag die schlummernde Mama 10cm Luftlinie neben dem brüllenden Kind. Schon interessant, wie man es schafft, eine solche Geräuschkulisse glaubhaft in seinen Traum einzubauen, aber wenn man wirklich sehr müde ist, ist eine Menge möglich.
Blöd, dass dieses Mal (so gegen halb drei) auch Pepe aufgewacht war, den sonst nichts so leicht aus der (Nacht-)Ruhe bringt. So lagen wir dann um 3 Uhr nachts zu viert im Bett. 2 müde Elternteile und zwei Fläschchen-nuckelnde Kinder. Nachdem Pepe nämlich darauf bestanden hatte, Mama und Maya noch ein letztes Mal "Gute Nacht" zu wünschen und dabei Maya mit ihrer Nacht-Pulle gesehen hatte, forderte er natürlich auch eine Milch (wenn man schon keine Schnuller mehr haben darf, dann wenigstens am Trinksauger nuckeln).
Bis dann beide Kinder wieder schliefen, war es 4 und Papa ist dann um 5 erst wieder richtig eingeschlafen, weil er zunächst noch diverse Male beim Einschlummern von Pepes Husten aufgewacht war und dann irgendwie den berühmten "Punkt" überschritten haben muss.
Immerhin durfte er bis halb acht schlafen, so dass er den weiteren Tag gerade so überleben konnte. Aufgrund von Mamas Unpässlichkeit durfte er leider nicht auf Unterstützung des Ehepartners hoffen. Ach ja, Pepe hat natürlich an diesem Tag keinen Mittagsschlaf gemacht.
So ist es eben manchmal und wir sind froh, dass wir hilfsbereite Großeltern nebenan haben, die solche Tage abfedern helfen und natürlich auch beim täglichen Wahnsinn mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Die Schnuller-Sache ist jedenfalls schwierig. Es ist schon erstaunlich, was für ein Wunderding so ein "Beruhigungs-Sauger" ist. Welche Zauberkräft diese kleinen Teile besitzen, merkt man eben erst, wenn man sie nicht mehr hat.
War das Nuckeln am Schnuller (und bei Pepe auch noch ein Schnuller in jeder Hand) offensichtlich ein unmissverständliches und unbestechliches Signal an Körper und Geist, sich in den Ruhezustand zu begeben, fällt ohne diesen Katalysator die "Einschlafphase" signifikant länger aus.
Krönung war der Mittwoch, als Pepe um 12 hingelegt wurde, und um 15 Uhr eingeschlafen ist. Es gibt jetzt auch Tage ganz ohne Mittagsschlaf, aber auch wieder welche, wo der kleine Mann 3,5 Stunden tief und fest schläft. Man kann sich also schlecht drauf einstellen und weiß vorher nie, woran man heute sein wird.
Wir sind gespannt, ob es sich einpendelt, wohl dessen bewusst, bisher mit Pepes Schlafgewohnheiten mehr als verwöht worden zu sein.
Sonntag, 18. Januar 2009
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