Dienstag, 3. August 2010
Eingewöhnung
Wir haben den zweiten Eingewöhnungstag in Pepes neuer Kita hinter uns und irgendwie bin ich unzufrieden. Bisher scheint ihm der Gedanke, dass er irgendwann auch einmal die Zeit ohne mich in der Kita verbringen soll, noch nicht sonderlich zu behagen. Er weicht kaum von meiner Seite und benimmt sich gegenüber den Erzieherinnen und den anderen Kindern sehr reserviert bis unfreundlich, während er den Postboten an der Tür freundlich grüßt und ein Tschüß hinterher ruft. Die Situation scheint ihn doch noch mehr zu fordern, als ich mir das vorgestellt hätte. Obwohl er heute bis neun geschlafen hat und wir nur von zehn bis zwölf in der Kita waren, war Pepe so müde, dass er gegen halbdrei auf dem Sofa eingeschlafen ist. Was blöd war, da ich schließlich Maya abholen musste, die die zwei Tage ohne ihren großen Bruder bisher ganz gut gemeistert hat. Gestern hat sich Pepe übrigens richtig gefreut, als er Maya am Nachmittag wiedergesehen hat, war sehr süß, wie er sie noch im Autositz umarmt hat. Mal sehen, wie es morgen wird. Habe ihm gesagt, dass er auf alle Fälle zum Essen bleiben soll (heute wollte er nicht, dabei roch es wirklich total lecker). Für die Erzieherinnen ist es, glaube ich, auch nicht so einfach, zehn Kinder gleichzeitig einzugewöhnen plus die anderen 15, die auch bespaßt werden wollen. Das war in der Krabbelgruppe irgendwie besser. Aber wir wollten es ja so und ich hoffe, er wird seinen Platz in der neuen Einrichtung finden. Gestern und heute Morgen hat er von sich heraus jedenfalls schon einmal probiert, seinen Popo selbst abzuwischen. Hat wohl irgendwie gemerkt, dass es mit der Fürsorge diesbezüglich schwierig werden könnte.
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